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Il vostro contributo al Festival

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Programm 2009

FestivalStoria

V Edition

Die Macht des Buches

Die Macht gegen die Bücher. Die Bücher gegen die Macht

21.–25. Oktober 2009
Turin 21.-23. Oktober / Saluzzo 23.-25. Oktober / Savigliano 24.-25. Oktober



TURIN

MITTWOCH 21. Oktober

Accademia Albertina delle Belle Arti - Via dell’Accademia Albertina 6

16.30       

Einführung in die V Edition des FestivalStoria, Angelo d’Orsi

17.00       

Preisverleihung des Premio FestivalStoria (IV Edition)
Präsentiert von Livio Berardo und Angelo d’Orsi
in Zusammenarbeit mit dem Istituto Storico della Resistenza e della Società contemporanea in Provincia di Cuneo

17.30       

Rede des Preisträgers

18.00       

Bücher, Macht und Zensur
Lectio Magistralis von Alberto Asor Rosa
in Zusammenarbeit mit  Editori Laterza
Einer der international renommiertesten italienischen Intellektuellen spricht über die  Rolle des Buches heute: Brauchen wir es noch im Zeitalter des Internet? Wie kann man den  ungleichen Vergleich mit dem Fernsehen anstellen? Ist das Buch immer noch das wichtigste Mittel der intellektuellen Meinungsäußerung und Konfrontation? Welche Räume bleiben noch, um anders zu denken? Und zu welchem Preis?

21.00       

Von Büchern geprägt. Die Bücher, die die Italiener geprägt haben. Bücher, die uns geprägt haben
Ein Spiel mit dem Publikum
Die Gäste, Vertreter aus der Welt der Kultur, der Schule, der Arbeit und den Institutionen  erzählen, welches Buch ihrer Meinung nach am meisten zu ihrer Bildung und der der Italiener beigetragen hat. Das Publikum soll in Form eines Spiels teilnehmen. Durch Lesen lernt man, spielt man und wird zum Bürger.

Musikalisches Zwischenspiel am Klavier von Giorgia Delorenzi. Organisiert von De Sono Associazione per la musica


TURIN

DONNERSTAG  22. Oktober

Politikwissenschaftliche Fakultät, Sala Lauree della Facoltà di Scienze Politiche - via Verdi 25

9.30-11.00       

Die Bücher, die die Italiener geprägt haben
Vorlesung von Arnaldo Di Benedetto
Die Ermahnung Massimo d'Azeglios wird hörbar: nachdem Italien geschaffen wurde, müssen „die Italiener geschaffen werden." Welche Autoren und welche Bücher haben die Italiener geprägt? Eine Reise durch die  nationale Literaturgeschichte auf der Suche nach den mehr oder weniger bekannten Werken, die dazu beigetragen haben, die italienische "Identität" zu bilden.

11.30-13.00       

Wie (und wann) schweigen und wie (und wann) sprechen die Intellektuellen?
Gespräch zwischen Alberto Asor Rosa und Angelo d’Orsi
In Zusammenarbeit mit  Editori Laterza
Gibt es für den Intellektuellen noch eine "Mission"? Wie konnte sich seine Funktion verändern? Ist er in der Lage, "die Wahrheit zu sagen"? Diese und andere Fragen sind Thema des Gesprächs zwischen Alberto Asor Rosa und Angelo d'Orsi, die sich mit dem Glanz und den Schattenseiten der Rolle der Intellektuellen heute auseinandersetzen.

Stadtbibliothek  Italo Calvino
- Lungo Dora Agrigento 94

16.00-17.30   

Bücher: wo (und wie) sie lesen?
Podiumsdiskussion mit Antonella Agnoli, Paolo Messina, Alessandro Perissinotto, Eugenio Pintore
In einer Zeit großer Schwierigkeiten für die Kultur und der Vernachlässigung der sozialen Bedeutung des Lesens, muss die Rolle der Bibliotheken in der Ausbildung und Sozialisation entschieden verteidigt werden. Ein Schriftsteller und Experten diskutieren über die Bücher und ihre "Tempel" (die Orte ihrer Aufbewahrung, Herstellung und Nutzung)

18.00-19.45       

Das Buch vor Gericht: Democrazie senza Democrazia  von Massimo L. Salvadori (Laterza, 2009), organisiert vom Lesekreis “Das zeitgenössische politische Denken” der Turiner Stadtbibliotheken
Gerichtsvorsitzender Salvatore Lupo. Der Autor in der Rolle des “Angeklagten”
In Zusammenarbeit mit den Turiner Stadtbibliotheken
FestivalStoria wiederholt die von ihm erfundene Form des Prozesses: die Lesekreise der Turiner  Stadtbibliotheken übernehmen zugleich  die Rolle der Anklage und der Verteidigung. Wird der Autor des Buches "freigesprochen" oder "verurteilt"?

Palazzo dal Pozzo della Cisterna, Sala Consiglieri della Provincia di Torino - Via Maria Vittoria 12

21.00    

Verleger, Bücher und Macht
Podiumsdiskussion mit Walter Barberis (Universität Turin; Giulio Einaudi Editore), Daniela Di Sora (Voland Edizioni), Lorenzo Fazio (Casa editrice Chiarelettere), Ernesto Ferrero (Internationale Buchmesse, Turin), Gianluca Foglia (Feltrinelli Editore), Giuseppe Laterza (Editori Laterza), Vincenzo Ostuni (Casa editrice Ponte alle Grazie). Leitung Piero Dorfles (Rai)
Verleger, Journalisten und Kulturorgansisatoren treffen sich, um über ihr Handwerk und über ihr Verhältnis zur politischen Macht zu diskutieren. Welche Bedingungen, welche Hindernisse gibt es und welche Handlungsspielräume eröffnen und versperren der heutigen Kultur? Wie hat sich die verlegerische Arbeit verändert? Ist es leichter  zu schreiben oder Bücher zu verkaufen?

TURIN

FREITAG 23. Oktober

Il Circolo dei Lettori
- via Bogino 9

9.15-10.30   

Cuore, das Buch, das die Italiener gegen ihren Willen  geprägt hat
Vorlesung von Gilles Pécout
Lesung von Marlen Pizzo und Cristiano Burgio
Cuore, der berühmte Roman von Edmondo De Amicis, rief schon immer Begeisterung oder Abneigung hervor. Als grundlegender Baustein der "italienischen Identität" im Guten wie im Schlechten ist er, mehr als 120 Jahre nach seiner Veröffentlichung, immer noch Gegenstand von Aufmerksamkeit und Diskussion. Einer seiner leidenschaftlichen Forscher jenseits der Alpen spricht mit dem ernüchterten Blick des Außenstehenden über das Buch.

10.45-12.15   

Berlin, 1989. Bücher gegen Mauern
Aldo Agosti, Volker Braun, Susanna Böhme-Kuby
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Turin
Der Fall der Berliner Mauer (9. November 1989) wird dieses Jahr als Symbol für das Ende der Teilung Deutschlands und des Kalten Kriegs und als Triumph der „Freiheit“ gefeiert. Aber ist alles Gold, was glänzt? Zwei Forscher und ein Dichter hinterfragen die Rolle der Literatur bei der Vorbereitung der Ereignisse des Jahres 1989.

15.30-16.30   

Il Principe von Machiavelli. Eine Anleitung zum Regieren oder zur Verteidigung vor den Regierenden?
Enzo Baldini im Gespräch mit Ugo Dotti
Lesung von Marlen Pizzo und Cristiano Burgio
Zwei Forscher setzen sich mit dem Erfolg  eines Werkes auseinander, das gelobt und verurteilt wurde, gebraucht  und "missbraucht", auf den Index gesetzt und sowohl als Anleitung zur  Machtausübung, als auch als Gegenanleitung für das Volk interpretiert wurde.

17.30-18.30       

Literatur, Geschichte  und Erinnerung
Riccardo Cristiano und Rosita Di Peri im Gespräch mit Elias Khuri
in Zusammenarbeit mit  Il Circolo dei Lettori
Ein Literaturgelehrter erzählt von  seinem gepeinigten Land, dem Libanon und der Rolle seiner Literatur, die ein Mittel zur Bewahrung der Erinnerung und Verarbeitung des kollektiven Traumas des Krieges und der Fremdherrschaft ist. Mit ihm begleiten uns auf dieser " Seelenreise" zwei gründliche Kenner der libanesischen Realität.

18.45-19.45   

Il Circolo dei Lettori, Sala Biliardo
APERITIF MIT DER GESCHICHTE*
Die Geschichte an der Mauer
"Treffen/Auseinandersetzung" zwischen Paolo Granzotto und Angelo d’Orsi anlässlich  der Veröffentlichung des Buches 1989. Del come la storia è cambiata, ma in peggio, von Angelo d’Orsi, Ponte alle Grazie, 2009
Es sollte Frieden sein: es war Krieg, ein Wuchern von grausamen und vorgeschobenen Kriegen. Gerechtigkeit sollte herrschen: die politische und wirtschaftliche Macht der globalen Oligarchie ist gewachsen, ein grausamer Individualismus, taub gegen die Schmerzen und die legitimen Erwartungen aller anderen, hat sich ausgebreitet. Wohlstand sollte sich verbreiten: der Hunger hat sich ausgeweitet und bei uns auch die Armut. Die Demokratie sollte sich stärken: sie wurde entleert und von den Lügen der Politiker, der  Einengung der Rechte, der stillen Komplizenschaft der servilen Intellektuellen begraben. Dies ist die provokante These des Buches von Angelo d'Orsi, um das sich die Diskussion dreht.
* Eintritt mit Konsumation € 5.00

Palazzo dal Pozzo della Cisterna, Sala Consiglieri della Provincia di Torino
- via Maria Vittoria 12

21.15   

Taktil, thermisch, olfaktorisch: das futuristische Buch
Ugo Nespolo, Emilia David, Angelo d’Orsi
Lesung von Marlen Pizzo und Cristiano Burgio
Die Kühnheit der futuristischen Kunst fand eine seiner interessantesten Ausdrucksformen in der Schaffung von Buch-Objekten (das „Blechbuch“, das verschraubte Buch, das Riechbuch, das thermische Buch ...): eine der vielen Ausdrucksformen der "totalitären“ Dimension des Futurismus. Auf dieser Entdeckungsreise begleiten uns ein Künstler, Ugo Nespolo, der in gewisser Weise einige futuristischen Ansätze wieder aufgenommen hat und zwei Forscher der futuristischen Bewegung Marinettis. Der Abend wird mit originalen futuristischen Musik-und Tonaufnahmen und einer kleinen Bücherschau bereichert.

SALUZZO

FREITA 23., SAMSTAG 24., SONNTAG 25. Oktober

La Castiglia – Piazza Castello
Anlässlich der  V Edition des FestivalStoria “Die Macht des Buches”, organisieren die Stadt Saluzzo und die Kultur- und Bildungsassessorate, dank der Zusammenarbeit zwischen der Stadtbibliothek, dem Museo Civico Casa Cavassa, den  Kultureinrichtungen,  dem Ufficio IAT,  dem Istituto Storico della Resistenza e della Società contemporanea in Provincia di Cuneo, den Buchhändlern und den kulturellen Vereinen Saluzzos Aktivitäten für Schulen und Bürger.

La Castiglia ist von 9.00 bis 23.00 Uhr durchgehend geöffnet

Le mie prigioni, Pinocchio und Cuore: drei Bücher, um “die Italiener zu schaffen”
Bibliographische Ausstellung der Stadtbibliothek
114 Ausgaben sind ausgestellt, von denen 45 aus den Sammlungen der Stadtbibliothek und der Rest aus historischen Sammlungen der Fondazione Colonnetti Alberto in Turin stammen, die sich auf die Erforschung und Erhaltung der Texte der Kinder-und Jugendliteratur spezialisiert hat.

Ausgestellte Werke
aus der Sammlung zeitgenössischer Kunst des Istituto Garuzzo per le Arti visive  Turin

Ausstellung und Bookshop für die Bücher zu den von FestivalStoria behandelten Themen, organisiert von den Buchhändlern Saluzzos, Öffnungszeiten 9.30-13.00; 14.30-23.00:
Brunolibri, Piazza Risorgimento 42
Le Corti, via della Resistenza 4
Mondadori, Via Torino 22
San Carlo, Via Spielberg 95/a
Stella Maris, Piazzetta Santa Maria 9

16.00; 17.00; 18.00    
Geschichten in Castiglia. Das Schloss zeigt sich in den Begebenheiten und den im Laufe der Jahrhunderte hinter seinen Mauern beherbergten Persönlichkeiten *
Gruppenführungen (höchstens 25 Personen) mit Treffpunkt an der Rezeption
Führungen von Alessandra Aimar, Valeria Primo, CODESS Cultura
* Kosten € 2,00 pro Person. Anmeldung an der Rezeption

Workshops für Grundschulen – Freitag 23. und Samstag 24. Oktober - vormittags

Es war einmal … ein Stück Holz
Stadtbibliothek von Saluzzo
Szenische Lesung aus Pinocchio von Collodi.

Bücher kunstgerecht hergestellt
Didaktische Abeilung des Museo Civico Casa Cavassa
Kreative Werkstatt nach der Methode von Bruno Munari

Vor dem Buch: Papyri, Rinden, Alfabete, Wörter
Von Cetta Berardo und Livio Berardo
Spielwerkstatt

Workshops für Mittelschulen – Freitag 23. und Samstag 24. Oktober - vormittags

Geschichten in Castiglia. Das Schloss zeigt sich in den Begebenheiten und den im Laufe der Jahrhunderte hinter seinen Mauern beherbergten Persönlichkeiten
Führungen von Alessandra Aimar, Valeria Primo, CODESS Cultura

Vor dem Buch: Papyri, Rinden, Alfabete, Wörter
Von Cetta Berardo und Livio Berardo
Spielwerkstatt

Workshops für Höhere Schulen – Freitag 23. Oktober - vormittags
 
Die Brände der  Bibliothek von Alessandria in den antiken Quellen
Von Livio Berardo
Übersetzungs- und Studienwerkstatt für Gymnasiasten

Die Rolle der Zeitungen beim Studium der zeitgenössischen Geschichte
Von  Paolo Giaccone - Istituto Storico della Resistenza e della Società contemporanea in Provincia di Cuneo
Studienwerkstatt

Anleitung zur Erstellung einer Bibliographie zum Widerstand in der Provinz
Von Michele Calandri - Istituto Storico della Resistenza e della Società contemporanea in Provincia di Cuneo
Studienwerkstatt
   
Die  Restauration des Christentums und die umstürzlerische Macht des Buches. Serveto und Biandrata
Associazione Giorgio Biandrata
   
Der Einsatz des Computers beim Studium der zeitgenössischen Geschichte
Von Marco Rizzi - Istituto Storico della Resistenza e della Società contemporanea in Provincia di Cuneo
Studienwerkstatt an den Schulen auf Anfrage


SALUZZO

FREITAG 23. Oktober

La Castiglia
– Piazza Castello

9.00   

Eröffnung der Buchausstellung der Buchhändler Saluzzos und der Ausstellung der Stadtbibliothek Le mie prigioni, Pinocchio und Cuore: drei Bücher, um “die Italiener zu schaffen”

15.00       

Auf den Spuren Pinocchio: die vielen Wege der Literatur
Von Cetta Berardo
Für Lehrer

17.30   

La Castiglia, Spazio Bookshop
Libriamoci
Der Lesekreis der Stadtbibliothek stellt sich vor

18.00   

Die Eleganz des Buches
Musikalische Lesung der Associazione Ratatoj und des Teatro Prosa Saluzzo

21.00   

Geschichten in Castiglia. Das Schloss zeigt sich in den Begebenheiten und den im Laufe der Jahrhunderte hinter seinen Mauern beherbergten Persönlichkeiten *
Gruppenführung (höchstens 25 Personen), in der das Schloss und die Ausstellung zeitgenössischer und historischer Bücher erläutert wird. Treffpunkt an der Rezeption
Führungen von Alessandra Aimar, Valeria Primo, CODESS Cultura
* Kosten € 2,00 pro Person. Anmeldung an der Rezeption


SALUZZO

SAMSTAG 24. Oktober

La Castiglia – piazza Castello

9.00-11.00   

Das Buch vor Gericht: A chi appartiene la tua vita? Una riflessione filosofica su etica, testamento biologico, eutanasia e diritti civili nell'epoca oscurantista di Ratzinger e Berlusconi von Paolo Flores d’Arcais (Ponte alle Grazie, 2009)
Organsisiert von den Schülern der Klassen III LA, III LB, III LC des Istituto Giacomo Soleri, Neusprachliches und Sozialpädagogisches Gymnasium Saluzzo
Gerichtsvorsitz Valerio Dell’Anna. Der Autor in der Rolle des “Angeklagten”
Einem Buch, das sich mit heiß diskutierten Themen (Ethik, Patientenverfügungen, Sterbehilfe und Bürgerrechte) beschäftigt, wird von Schülern der Prozess gemacht.

11.30-12.30   

Bücherverbrennungen: das Dritte Reich
Gespräch zwischen Susanna Böhme-Kuby und Giulio Schiavoni
Am 10. Mai 1933 war Berlin der Schauplatz einer der schrecklichsten Ereignisse der Geschichte des Nationalsozialismus. Auch wenn sie  weder das erste noch das letzte Beispiel der "Biblioklastie "war, bleibt die Bücherverbrennung in der deutschen Hauptstadt eines der bedeutendsten Symbole des blinden Hasses gegen die Freiheit des Denkens und seine Werkzeuge: die Bücher vor allem. Darüber diskutieren zwei Forscher.

16.00-17.00    

“Papier, das nicht brennt. Sind wir sicher? Geschichten von Kodizes und Mönchen im Mittelalter
Vorlesung von Glauco Cantarella
Seit dem Mittelalter fallen die Prozesse der Ad-hoc-Konstruktion der Geschichte mit der Vernichtung der Dokumente zusammen, die ein anderes Zeugnis geben könnten: ein Wissenschaftler begleitet uns zurück in diese Zeit, indem er einige bedeutende Fälle rekonstruiert (Gregorio da Catino, Bonaventura da Bagnoregio ...).

17.30-19.00   

Der König ist nackt. Die Pamphlete gegen das Ancien Régime
Gespräch zwischen Vincenzo Ferrone und Antonio Rossomando
"Ein Lachen wird Euch begraben": Das Motto scheint perfekt zur Krise des Ancien Régime zu passen, das auch durch anonyme Schriften gegen König Louis XV zersetzt war, den man im intimsten und persönlichsten Verhalten verspottete und lächerlich machte. Diese Broschüren, deren Autoren oft arbeitslose "Schreiber" waren, zeugen von der Kraft der Literatur, auch wenn sie  respektlos und anonym ist. An der Diskussion nehmen zwei Experten teil.

21.00       

Die Revolution des “kleinen roten Buches”. Zensur und Indoktrinierung in China
Vorführung des Films Leben!, Regie von Zhang Yimou, 1994
Einführung von Guido Samarani
Das kleine rote Buch mit den "denkwürdigen Worte des Vorsitzenden Mao", war ein Zwischending zwischen einem heiligen Text und dem Code eines eheren politischen Gesetzes: außerhalb Chinas oft  als "revolutionärer" Text interpretiert, sollte es in Wahrheit ein „einheitliches Denken“ in diesem unendlichen Land schaffen. Der Film „Leben“, vorgestellt von einem chinesischen Historiker, führt uns zu diesem Thema und den gegenwärtigen Ereignissen der chinesischen Volksrepublik, die dieses Jahr ihren sechzigsten Jahrestag feiert.

SAVIGLIANO

SAMSTAG 24. Oktober

Ex convento di Santa Monica Università di Torino
– via Garibaldi 6

9.00-11.00   

Das Buch unter Anklage: A colpi di cuore. Storie del Sessantotto von Anna Bravo (Laterza, 2008)
Organisiert von den Schülern der Höheren Schulen von Savigliano
Gerichtsvorsitz Marco Scavino. Die Autorin in der Rolle der “Angeklagten”
Die Schüler der Höheren Schulen von Savigliano machen der geschichtlichen Neuauslegung einer Zeugin zum berühmtesten Jahr nach dem Krieg den Prozess. "Freispruch" oder "Verurteilung"?

15.00-16.00   

Mein Kampf: Hitlers Kriegserklärung an die Welt
Vorlesung von Johann Chapoutot
Lesung Associazione Voci Erranti
Wie entstand "Mein Kampf", einer der beunruhigendsten Texte des zwanzigsten Jahrhunderts? Wie viel Gewicht hatte er für den Aufstieg des Nationalsozialismus? Was ist die Bedeutung dieses - damals und heute -  so oft zitierten und wenig gelesenen Buches? Auf diese und andere Fragen antwortet ein Experte der Geschichte des Nationalsozialismus.

16.30-17.30   

Der Beginn einer neuen Geschichte: Das Manifest von Marx und Engels
Vorlesung von Gian Mario Bravo
Lesung Associazione Voci Erranti
Das Manifest der Kommunistischen Partei - in London im Jahr 1848 veröffentlicht – stellte  einen epochalen Moment in der Geschichte dar. Die Folgen -  unmittelbar danach geringfügig -  waren in den darauffolgenden Jahrzehnten enorm. Einer der größten Experten dieses faszinierenden Themas erzählt von der  Entstehung und dem Schicksal dieses wichtigen schmalen Buches.

18.00-19.30   

Francos Spanien: die Limpieza der Kultur und der Widerstand der Romanceros
Marco Cipolloni, Pelai Pagés i Blanch; Leitung Luis de Llera
Lesung Associazione Voci Erranti
Der "Generalissimus" Francisco Franco errichtete, nachdem er nach einem blutigen Bürgerkrieg (1936-39) an die Macht gekommen war, eines der repressivsten Regime, was die Ideen und die Individuen betraf. Eines seiner  wichtigsten Ziele war die Limpieza der  Kultur. Eine Form des Widerstands drückte sich in den Gedichten aus, die in den Romanceros genannten Sammlungen (erst in Spanien, dann im Ausland) veröffentlicht wurden. Es diskutieren drei Experten.

21.30       

Farenheit 451 von François Truffaut, 1966
Einführung von Alberto Barbera
Als Hymne auf die Liebe für die Kultur und die Bücher hat François Truffaut 1966 in dem Film Fahrenheit 451 (nach dem im Jahr 1953 veröffentlichten Roman von Ray Bradbury) die kollektive Vorstellung gezeichnet, indem er eine dystopische Welt beschrieb, in der die Lektüre ein Verbrechen ist. Ein unverzichtbarer Termin im diesjährigen FestivalStoria, das der Beziehung zwischen den Büchern und der Macht gewidmet ist. Alberto Barbera, der Direktor des Museo Nazionale del Cinema führt uns in diese Vision ein.

SALUZZO

SONNTAG  25. Oktober

La Castiglia
– Piazza Castello

11.00-12.00   

Die Religionen des Buches
Vorlesung von  Giovanni Filoramo
Im Gegensatz zu anderen Religionen zeichnen sich Judentum, Christentum und Islam dadurch aus, dass sie auf "heiligen Büchern" beruhen. Einer der größten Religionsgeschichtler der Welt führt uns in eine vergleichende Analyse ein.

Ristorante Interno 2
- Via Martiri della Liberazione 2

12.30       

Zu Tisch mit den Futuristen*
Sergio Anelli und Cetta Berardo
Lesung von Chiara Spezzano
Tänze von Daniele Salvitto
Momente der Worte, Töne, Bewegungen, Düfte und Geschmäcke.
* Kostenpflichtige Veranstaltung mit Voranmeldung (Tel. 0175 248907).
Kosten € 32,00 pro Person alles inbegriffen

La Castiglia – Piazza Castello

15.00-16.00   

Das zweite Geschlecht.  Bedrucktes Papier und Frauenemanzipation
Franca Bruera kommentiert ein Interview mit Simone de Beauvoir
"Zur Frau wird man nicht geboren, sondern gemacht", schrieb Simone de Beauvoir im Jahr 1949 ... Sie "schrieb", weil die französische Intellektuelle sich gern als "Schriftstellerin" bezeichnete. Erst viele Jahre später, gab die "Mutter" der modernen feministischen Literatur ihr erstes Fernsehinterview. Eine französische Literaturwissenschaftlerin  kommentiert für uns Simones " erstes Mal auf dem Bildschirm".

21.00   

Giorgio Biandrata: der Fuchs und der Löwe
von Ugo Rizzato
Teatro del Marchesato in Zusammenarbeit mit der Associazione Giorgio Biandrata und der Gruppe der Fahnenschwinger Borgo San Martino aus Saluzzo
Sein Tod ist immer noch einer der faszinierendsten Kriminalfälle Europas. Ein Einwohner Saluzzos aus dem sechzehnten Jahrhundert, ein bekannter Arzt, der sich der Reformation anschloss, ein Politiker und Vermittler zwischen den Großen Europas. Ein ausgezeichneter Hofarzt, in Osteuropa geliebt, aber in Westeuropa gehetzt und gehasst. Ein Mann, der die Dogmen der römischen Kirche in Frage stellte. Wer tötete ihn?


SAVIGLIANO

SONNTAG 25. Oktober

Ex convento di Santa Monica Università di Torino
– Via Garibaldi 6

10.00-11.00   

“Auf den Index!”. Der Kampf der Kirche gegen das Buch
Vorlesung von Gigliola Fragnito
Der Index der verbotenen Bücher ist eines der vielen Kontrollinstrumente des "Menschenkinds", die von der katholischen Kirche verwirklicht wurden: Weniger bekannt sind die Zensuren und Einschränkungen, die auf das restliche Schrifttum angewandt wurden, beginnend mit den Bibelausgaben. Ein Experte  führt in das Thema ein.

16.30-18.00   

Zwischen zwei Regimen: Antonio Gramsci und die Zensur

Gespräch zwischen Chiara Daniele und Angelo d’Orsi
In seiner langen und leidvollen Haft erlitt Antonio Gramsci (am 8. November 1926 verhaftet und am Vorabend seines Todes, dem 27. April 1937, "befreit") eine doppelte Zensur: die des Faschismus, die die Kommunikation und die Lektüren des Gefangenen empfindlich einschränkte und die stalinistische, die  in seine Korrespondenz mit seiner Frau Julia eingriff. Zwei Gramsciforscher rekonstruieren eine schmerzhafte, menschliche und politische Angelegenheit.

18.15-19.45   

Eros und Zensur. Von den Libertinern zum Divin Marchese
Pietro Adamo und Elena Randi
Lesung Associazione Voci Erranti
Der Libertinismus, eine große kulturelle Bewegung, fast ein trait d'union zwischen Humanismus und Illuminismus, haben Schriften hervorgebracht, die einen wichtigen Schritt zur Befreiung des Individuums, auch im erotischen Bereich markieren,  selbst wenn sie in die Fänge der Zensur gerieten. Diese war später besonders hart gegen das Werk  des Marquis de Sade. Es diskutieren zwei Experten.


Die Veranstaltungen des Programms des V FestivalStoria sind Teil des Ausbildungs- und Fortbildungsprogramms des CIDI und FNISM Turin. Lehrer aus ganz Italien können die im Art. 62 des geltenden C.C.N.L..vorgesehenen Vergünstigungen beanspruchen.



Sind Bücher Objekte oder Werkzeuge? Wozu nützen Bücher? Sicher, sie unterhalten, machen Spaß, sie berühren uns, aber sie dienen auch, um uns zu unterweisen, zu bilden und zu erziehen. Sie sind Objekte, manchmal sehr schöne (man braucht nur an die Bücher der Futuristen zu denken), aber sie sind auch und vor allem Mittel, die im Guten wie im Schlechten ein sehr wichtiges Ziel verfolgen.
Es gibt Bücher, die große Denkrichtungen geschaffen, politische Kräfte erzeugt, sogar totalitäre Regime ins Leben gerufen haben. Bücher, die im Lauf der Jahrhunderte eine Stütze der Macht waren oder die in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und Ausdrucksformen eine radikale Alternative zur religiösen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Macht vertraten. Es gibt einige Religionen „des Buches“ (Judentum, Christentum, Islam), die sich auf heilig angesehene Texte begründen - sozusagen als direkte Emanation der Gottheit - und sich von den Religionen, die keine solche Grundlage haben, unterscheiden. Oder auf politischen Gebiet schmale wichtige Bücher wie Machiavellis Il Principe, das in den sechshundert Jahren seit seiner Abfassung, eine Anleitung für die Eroberung und Ausübung der Macht abgab. Gleichzeitig war es eine Art Gegenanleitung für das Volk, um ihm zu helfen, sich gegen eine ungerechte Macht zu verteidigen. Das Kommunistische Manifest von Marx und Engels hat die größte politisch-wirtschaftliche Bewegung des Weltproletariats ins Leben gerufen. Adolf Hitlers "Mein Kampf" war die Grundlage des Nationalsozialismus, die Plattform für den Überfall von Hitler-Deutschland auf Europa und die ganze Welt. Die Aufklärung mit ihrer riesigen Produktion von Büchern und Pamphleten war der Vorläufer der Französischen Revolution. Und wurde das italienische Risorgimento, das heute in einem eher ideologischen als wissenschaftlichen Streit ins Rampenlicht zurückgekehrt ist, nicht durch Bücher vorbereitet: Mazzini, Ferrari, Gioberti, Rosmini, Cattaneo ...? Wie viel zählten bei der Herstellung der nationalen "Identität" die Briefwechsel aus dem Gefängnis von Silvio Pellico bis Antonio Gramsci? Und was ist mit der "Biblioklastie“? Oder der Wut, die die Bände trifft, sie vernichtet und verbrennt: von den mittelalterlichen  Verbrennungen bis zu denen der Nazis und noch weiter. Die Bücherverbrennungen bleiben eine der niederträchtigsten Praktiken in der Geschichte der Menschheit. Aber genauso niederträchtig ist die Zensur, die an das Verbot heranreicht: es genügt die Dystopie Bradburys, Fahrenheit 451 zu erwähnen, die die halluzinatorischen Prophezeiungen von Orwells 1984 zu wiederholen scheint... Und dass es nicht nur die Literatur betrifft, wird von bestimmten politischen Regime des zwanzigsten Jahrhunderts bewiesen, aber auch vom Index der verbotenen Bücher, der von der katholische Kirche aufgestellt wurde. Diese komplexe Beziehung zwischen Büchern und Macht versucht die fünfte Edition des FestivalStoria zu entwirren, indem sie  chronologisch und thematisch Richtungen aufzeigt, die einem breiten Publikum von Experten, Studenten, Liebhabern und Neugierigen gerecht werden soll. Die behandelten Themen reichen von der Antike bis zur Gegenwart und in einer Vielfalt von Perspektiven und Anschauungsweisen wird wie immer versucht, wissenschaftliche Strenge und Popularisierung, Zuverlässigkeit und Unterhaltungsmöglichkeit  in Einklang zu bringen. Gespräche, Lesungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen, aber auch Vorstellungen und Ausstellungen: FestivalStoria entstand auch unter dem Motto von Marc Bloch, dass die Geschichte "auch wenn sie nichts nützen sollte, Spaß macht ", und mit diesem Wahlspruch, mit der Überzeugung, dass Geschichte nicht nur nützt, sondern unverzichtbar ist, beabsichtigt  das Festival, seine Arbeit fortzusetzen.





BOOKSHOP
Turin Libreria Diorama, via Rombò 50, 10098 Rivoli (TO)
Der Bookshop befindet sich an den Veranstaltungsorten von FestivalStoria
Saluzzo Librai saluzzesi (Brunolibri, Le Corti, Mondadori, San Carlo, Stella Maris)
Der Bookshop befindet sich bei La Castiglia von Freitag 23. Oktober bis Sonntag 25. Oktober
Savigliano Libreria Universitaria Trenta e Lode, via Beggiami 30
Der Bookshop befindet sich am Ex-Convento di Santa Monica Universität Turin von Samstag 24. Oktober bis Sonntag 25. Oktober



Die Initiativen von  FestivalStoria sind, wenn nicht anders angegeben, kostenlos
Jede Änderung wird auf der Homepage www.festivalstoria.org bekanntgegeben

Anmeldung und Information
+39 011 530066 – 5624259 (int. 222) - 3480827192
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Organisation und Kommunikation
STILEMA Via Cavour 19 – 10123 Turin – tel +39 011 530066 – 5624259 (int. 222) – fax +39 011 534409
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Pressebüro
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